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Pelargonium

Jeder von uns kennt es: Niesen, Husten und eine Triefnase gehöhrt zur Herbst- und Winterzeit. Die Ursache dafür sind Erkältungen, banale Erkrankungen, die den einen oder anderen bedauernswerten Zeitgenossen gleich mehrmals im Jahr heimsuchen.
Die Erkältung an sich ist zwar harmlos, dabei aber durchaus lästig. Zudem kann aus dem einfachen Schnupfen schnell eine Entzündung der Nebenhöhlen, die so genannte Sinusitis werden, aus dem Husten entwickelt sich häufig eine Bronchitis und Halsweh wächst sich schnell zu einer Mandelentzündung, einer Angina aus - Mediziner beschreiben diese Erkältungsfolgen mit dem Oberbegriff "Atemwegsinfekte". Solche Infektionen sind Alltag in der Praxis der niedergelassenen Ärzte. Sie betreffen nicht nur Erwachsene: Atemwegsinfekte sind die häufigste Ursache für die Vorstellung eines Kindes beim Kinderarzt.
Häufig lassen sich Atemwegsinfekte auch natürlich, also mit Mitteln aus der Natur und ganz ohne Nebenwirkungen therapieren - beispielsweise mit Hilfe der Kapland-Pelargonie, die bereits seit hunderten von Jahren von den Medizinmännern der Zulus in Südafrika als Mittel gegen Infekte eingesetzt wird. Der flüssige Extrakt dieser Pflanze wird aus den Wurzeln
gewonnen. Die Tatsache, daß Pelargonium als wirksames pflanzliches Präparat zur Verfügung steht, ist dabei allein dem historischen Zufall zu verdanken.
Vor über 100 Jahren, nämlich genau im Jahr 1897, reiste der an einer schweren Lungentuberkulose leidende Engländer Charles Henry Stevens auf Anraten seines Arztes nach Südafrika. Er hoffte, durch das dortige Klima eine Linderung seiner Beschwerden zu erfahren. Während seines Aufenthaltes in Lesotho wurde ihm von einem Medizinmann des dortigen Zulu-Stammes täglich der abgekochte Wurzelsud einer Pflanze verabreicht. Stevens führte
diese Behandlung vier Monate lang durch und konnte danach geheilt nach England zurückkehren.
Beeindruckt von dem Behandlungserfolg führte Stevens die Wurzel aus Südafrika in England ein und vertrieb das Wurzelpulver als Mittel gegen Tuberkulose zunächst auf dem europäischen Festland. Mit der Entwicklung synthetischer Arzneimittel geriet das Medikament jedoch weitgehend in Vergessenheit - seit Anfang der 70er Jahre wird es jedoch wieder häufig zur Therapie von Atemwegsinfekten eingesetzt.


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